Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 63

getäuſcht ſchönſten Sieg davontrugen, waren wir noch tiefer in da nicht Sklaverei verſunken als zuvor. Seit Gent den Be⸗

Denn in freiungsruf über Flandern ausſandte, haben wir rieſen⸗ t und Ihr hafte Unternehmungen vollbracht. Das Glück, die Strei⸗

tigkeiten zwiſchen dem König, die Bundesgenoſſenſchaft

r Beſchluß mit Brabant, Alles begünſtigte uns. Wir brachten es antwortete weiter, als unſere Vorfahren je von der Zukunft hoffen eunde ſeid, durften: ein regelmäßiges Heer von ſechszigtauſend Mann

kennt, Ihr ſtand wie eine feſte Schutzmauer auf vlämiſchem Boden. ſcchen Rechte Reichthum, Ruhm und Einfluß erhoben uns zu einem lle Gewalt wichtigen Volke. Und dennoch, wer von Euch wagt zu

der ich ſo ſagen, daß wir jetzt einen Schritt weiter zu unſerer wah⸗ te und ihm ren Unabhängigkeit gefördert ſind, als in jener Zeit, wo e, ich habe Frankreich durch unſere Grafen gebieteriſch über uns gens anzu⸗ herrſchte? Wer von Euch wagt zu behaupten, daß wir ‚Untergang nicht augenſcheinlich und unvermeidlich in eine neue eheilig und Knechtſchaft gerathen werden? ſſen für die Artevelde ſchwieg einen Augenblick und betrachtete bhängigkeit. ſeine Freunde mit fragenden Blicken. Sie ſaßen aber dert Jahren, mit geſenktem Haupte auf ihren Pferden und antwor⸗ 6 die Noth⸗ teten nicht.

itte, den ichIch weiß wohl, fuhr der Oberhauptmann fort, iebt es wohldaß Euch die Ketten vor Augen ſchweben, die Flandern hat kämpfen wieder feſſeln werden. Nun denn! wenn ſo viele erſtaun⸗ ite Anſchläge liche Kraftäußerungen, wenn zweihundert Jahre helden⸗ Feldſchlach⸗ müthigen Blutvergießens, wenn Siege, Standhaftigkeit 1 ift, Arbeit, und Macht nicht hinreichen, ein freigeborenes Volk zu r glorreichen erlöſen, ſo muß außerhalb dieſes Volkes eine Urſache

vir dort den vorhanden ſein, welche die Macht hat, ſeine Bemühun⸗