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Jakob von Artevelde.
für eine Summe Geldes an König Eduard verkauft und die Einkünfte des Grafen an Euch gezogen, um Euer Vermögen zu vergrößern. Ser Simon van Hale, der dieſe Einkünfte regelmäßig empfängt, iſt, als ob er es abſichtlich gethan hätte, ſeit ſechs Wochen verſchwunden, und hat das Gerücht zurückgelaſſen, daß er nicht länger zum Deckmantel Eurer Betrügerei dienen wolle. Es iſt unmöglich, die thörichten Leute darüber zu belehren. Diejenigen, die die Wahrheit ſagen und Euch rechtferti⸗ gen, ſind Eure Freunde. Dies reicht hin, um ihre Red⸗ lichkeit zu verdächtigen. Während der drei letzten Tage hat ſich daher eine wüthende Partei gegen Euch gebildet. Kommt Ihr nun nach Gent, mit der Erklärung, daß Ihr Euern Antrag zurückgenommen habt, ſo wird wahrſchein⸗ lich nichts Arges geſchehen, da die größte Urſache zur Un⸗ zufriedenheit dadurch weggeräumt worden iſt. Wenn Ihr aber die ſiegenden Leligerds und die Anhänger von Gee⸗ raert Denys herausfordert zu einem neuen Streite über dieſe Frage, ſo wird ganz gewiß ein furchtbarer Aufruhr in Gent ausbrechen. Eure Feinde werden thun, was ſie gerufen haben, und ihren Neid und Haß in Eurem Blute kühlen. Das darf nicht geſchehen, und wolltet Ihr es auch ſelbſt, ſo müſſen Eure Freunde Euch daran hindern. Fürwahr! es iſt ein großes Unglück für Flandern, ſeine Unterwerfung an Frankreich mit ſo raſchen Schritten ſich nähern zu ſehen. Wir meinen jedoch, es ſei noch ein weit größeres Unglück für das bedrohte Vaterland, wenn es den einzigen Mann verlieren müßte, der allein Helden⸗ muth und Geiſt genug beſitzt, um es durch alle Stürme


