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Jakob von Artevelde.
Artevelde ritt ihnen mit freundlichem Lächeln entge⸗ gen, ſah aber bei dem erſten Blicke den Ausdruck tiefer Betrübniß auf ihren Geſichtern. Dies ließ ihn ſchlechte Nachrichten ahnen. Er wollte deswegen eine Frage an den Oberſchöffen richten. Dieſer aber, gleichſam verwundert über Artevelde's heiteres Ausſehen, rief ihm zu:
„Oberhauptmann, habt Ihr einen Boten aus Gent empfangen?“
„Wann?“ fragte Artevelde.
„Geſtern Abend! Dieſen Morgen!“
„Mir iſt kein Bote zugekommen, Oberſchöffe!“
„Seht Ihr,“ ſagte Ser van Vaernewyck, ſich zu ſeinen beiden Reiſegefährten wendend.„Die Wegelage⸗ rer haben den Boten aufgehoben. Gott ſei gelobt, daß wir ſelbſt auf den Gedanken kamen, die traurige Nach⸗ richt zu überbringen!“
„Was für eine ſchreckliche Nachricht bringt Ihr mir denn, Freunde?“ fingte Artevelde.„Laßt hören! Sind die Leligaerds von Dendermonde vielleicht im Anzuge nach Gent? Haben ſie unſere Leute geſchlagen? Darum braucht man noch nicht betrübt zu ſein; man wird ihnen dieſe Keckheit ſchon wieder bezahlen! Hegt nur keine Furcht!“
Die Worte des Oberhauptmanns ſchienen einen ſchmerzlichen Eindruck auf ſeine Freunde zu machen; denn Ghelnoot van Lens und Pieter Zoetaerde ließen den Kopf hängen und hielten, mit niedergeſchlagenen Augen, ſprach⸗ los ſtill. Der Oberſchöffe allein wurde Herr ſeiner Rüh⸗ rung, und bat Artevelde, ihm nach einem Hauſe zu fol⸗
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