50 Jakob von Artevelde.
Reiterei Befehle an diejenigen, welche das Geleit des Oberhauptmanns bilden ſollten. Einige Augenblicke ſpä⸗ ter ſahen ſie Artevelde mit dem Koͤnige auf dem Verdeck des Schiffes erſcheinen und mit einem freundlichen Hände⸗ druck des Fürſten in das Boot treten. Jeder machte ſich nun raſch zur Abreiſe fertig.
Als der Oberhauptmann den Wall erreichte, ſchwang er ſich auf's Pferd und ſchlug mit ſeinem ganzen Gefolge den Weg nach Gent ein. Unterweges verkürzte er ſich die Zeit durch ein Geſpräch mit Lord William Sturin über die Einrichtungen und die ſich bildenden Gemeinen Eng⸗ lands, und da der Obriſt der Reiterei ein verſtändiger Mann und ein tapferer Ritter war, ſo fand derſelbe gro⸗ ßes Behagen an den vernünftigen Anſichten des Genti⸗ ſchen Bürgers.
So hatten ſie, behaglich plaudernd, geraume Zeit ih⸗ ren Weg fortgeſetzt, als ſie plötzlich in der Ferne einen Haufen Reiterei in vollem Trabe ankommen ſahen, ohne denſelben näher erkennen zu können.
Lord Sturin ließ ſeine Leute ſich ſchlagfertig halten und langſamer reiten, indem er ſich ihnen mit dem Ober⸗ hauptmann näherte.
Gleich darauf bemerkte Artevelde, daß die ankom⸗ menden Reiter Genter Bürger ſeien, und erkannte ſelbſt die drei Vorderſten als ſeine Freunde, Maes van Vaer⸗ newyck, Ghelnoot van Lens und Pieter Zoetaerde. Zwan⸗ zig bewaffnete Zunftgenoſſen begleiteten ſie. Ihre Roſſe wa⸗ ren mit Schweiß bedeckt, und ſie ſelbſt ſchienen ſehr ermü⸗ det von dem harten Traben in der brennenden Sonnenhitze.
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die Leli Gent? braucht dieſe K Furcht!
Di ſchmerz Ghelno hängen los ſtill rung,


