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Jakob von Artevelde.
Der Oberhauptmann hielt die Gelegenheit für gün⸗ ſtig, um den Grafen öffentlich und auf immer von Frank⸗ reich loszureißen, und hoffte, daß die Furcht, ſeine Graf⸗ ſchaft zu verlieren, mächtig genug auf Ludwig's Gemüth wirken würde, um ihn zu einer That zu bewegen, welche ihm allerdings ſchwer fallen mußte, von der jedoch die Erhaltung und Freiheit des Vaterlandes abhing.
Artevelde ſandte plötzlich und mit der größten Oef⸗
fentlichkeit an die drei Hauptſtädte Flanderns den Antrag, eine feierliche Botſchaft zu dem Grafen zu ſchicken, um ihm zu ſagen, daß Flandern ihn erſuchen laſſe, dem Kö⸗ nig von England als König von Frankreich zu huldigen und mit den Gemeinen ein Bündniß gegen Philipp von Valois zu ſchließen. Wolle er das nicht, ſo würde man die gräfliche Krone von Flandern dem Prinzen von Wa⸗ les, Eduard's Sohne, anbieten.
Dieſer Vorſchlag regte natürlich das Land ſehr auf, und viele Leute, ſo wenig ſie auch ſonſt franzöſiſch geſinnt ſein mochten, erhoben ſich gegen den Gedanken einer Ent⸗ erbung des geſetzlichen Nachkommen der alten vlämiſchen Fürſten. Artevelde hatte einen ſolchen Widerſtand er⸗ wartet. Er verkannte das Gefährliche ſeiner That nicht und bereitete ſich vor, ſeine kühne Vaterlandsliebe mit dem Tode zu büßen, wenn ſein Entwurf misglückte.
Zu Brügge, wo man zuerſt über ſeinen Vorſchlag entſcheiden ſollte, fand er Anfangs großen Widerſtand; in der Verſammlung der Gemeine bewies er jedoch mit ſolcher rührenden und überzeugenden Beredtſamkeit, Flan⸗ dern koͤnne nur durch das gewaltſame Zerreißen der Bande,
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