Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

44 Jakob von Artevelde.

durch die vlämiſchen Städte auf der Tagefahrt zu Brüſſel vorſtellen, daß man den Fürſten in voller Liebe empfan⸗ gen und ihm alle mögliche Genugthuung geben werde, wenn er als Graf von Flandern ſich unabhängig von allen anderen Mächten, ſowohl von Frankreich wie von England erklären wolle, in Folge des letzten Waffenſtill⸗ ſtandes, durch welchen dieſe Unabhängigkeit von Frank⸗ reich und England ſelbſt anerkannt worden war.

Da man außer dieſem Hauptpunkte dem Grafen noch viele andere Zugeſtändniſſe anbot und ihm eine glän⸗ zende geſetzliche Huldigung verſprach, ſo zweifelte Nie⸗ mand, daß Ludwig von Nevers ſich beeilen würde, die neuen Vorſchläge der Gemeinen anzunehmen.

Man täuſchte ſich jedoch. Der Graf, von Philipp von Valois berathen, ſtritt ſich mit ihnen über die Be⸗ dingungen der Verſöhnung und machte endlich kein Hehl daraus, daß er Flandern Frankreich unterworfen ſehen wolle und nicht eher zurückkehren werde, als bis ihm auch die Macht gegeben ſei, die Vläminger in das franzöſiſche Heer gegen England zu führen. Er zeigte ſich trotzig und unbeugſam und ließ die vlämiſchen Städte Geſandte auf Geſandte an ihn ſchicken, ohne ſie einer freundlichen Ant⸗ wort zu würdigen.

Früher würden Philipp von Valois und Ludwig von Nevers das freundliche Anerbieten der Vläminger gewiß mit Freude angenommen haben; jetzt aber glaubten ſie gewiß zu ſein, daß Flandern, durch Zwieſpalt, Unord⸗ nung und Zügelloſigkeit gelähmt, bald ſich von ſelbſt ih⸗ nen überliefern würde, und ſie dann nach Wohlgefallen

die R leiten Vlän Wille die B nichte nichfa der in weis ſeine wig il auf de 8 betrül zwung Hoffn gegebe dertjäl tödtlich wahr! chen C die W letzten Unabh Ein A vernich Herz i liche S ſo woll

94