Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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42 Jakob von Artevelde. im Dunkeln verſchwinden. Er fühlte das wohl, ſtrengte daher auch alle ſeine Argliſt und Thätigkeit an und legte ſeine Schlingen ſo heimlich, daß Niemand ſeine Pläne weder vermuthen noch vereiteln konnte.

Flandern war noch immer im bedenklichſten Zuſtande. Frankreich ſammelte ein Heer an den Grenzen; Dender⸗ monde hatte ſich den Leliaerds übergeben und war der Mittelpunkt des Aufſtandes gegen die drei Glieder des Landes geworden. Täglich empfing dieſe feſte Stadt feind⸗ liche Hülfstruppen in ihren Mauern, und Alles deutete an, daß binnen Kurzem von dort eine bedeutende Heeres⸗ macht gegen Gent ausrücken würde, während der fran⸗ zöſiſche König die ſüdlichen Grenzen angriff. Der Graf von Hennegau zeigte ſich geneigt, von der Bundesgenoſ⸗ ſenſchaft zurückzutreten und den Franzoſen Beiſtand zu leiſten. Der Herzog von Brabant hatte ſich bereits ſchon in der That gegen Flandern erklärt und deſſen entſchie⸗ denſte Feinde an ſeinem Hofe empfangen. Nichts deſto⸗ weniger dauerte unter den meiſten patriotiſchen Vlämin⸗ gern ſelbſt der Zwiſt über die Weberei unaustilgbar fort, und die Städte und Gemeinen zogen mit den Waffen in der Hand gegen einander zu Felde.

Artevelde begriff die Größe der Gefahr, in der ſein Vaterland ſich befand, und bemühte ſich, Mittel zu fin⸗ den, um es vor Sklaverei und Armuth zu retten. In ſeiner Unterſuchung über die Urſachen der Zügelloſigkeit Flanderns erkannte er, daß dieſes unbeſiegliche Uebel hauptſächlich aus der Natur der Macht, mit der er ſelbſt bekleidet war, entſprieße. Wirklich maßte ſich auch jetzt,

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