Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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riffen, bis.

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Jakob von Artevelde. 37

dem Kopfe an einen Baum prallte und betäubt zu Bo⸗

den ſank.

Nach einiger Zeit legte ſich das ſchreckliche Pochen ſeines Herzens. Ringsum vernahm er nicht das mindeſte Geräuſch; Alles war ſtill; die Dunkelheit umgab ihn wie ein Grab. Er fühlte, daß ſeine Hand an ſeinen Kleidern kleben blieb und er mit dem Blute des Ribauden bedeckt ſei. Dies rief das volle Bewußtſein des Geſchehenen wie⸗ der vor ſeine Sinne und ſpannte ſeinen Geiſt von Neuem auf die Folter der furchtbarſten Ueberzeugung. Verzwei⸗ felnd griff er in ſeine Bruſt und ſeufzte keuchend, als wäre ſie mit ſchweren Steinen beladen worden. Endlich ſchien ein raſendes Fieber ihn zu packen. Er brach in ſinnloſe Wuth aus und murmelte dumpf:

Welche giftige Schlage zernagt mir das Herz? Ja, ich werde den böſen Muth haben und Dir vorwerfen, was Du gethan haſt! Dir ſagen, was ich gelitten, wie Du meine unſchuldige Veerle zu Tode gemartert, wie Du unſer Leben vergiftet haſt! wie der ſchändlichſte Neid und der Haß Dich zum Henker und zum Mörder machten! Ich werde Dir das Blut zeigen, das mich beſchmutzt, Dir zurufen, daß ich den Augenblick meiner Geburt verfluche! Vor Deinen Augen werde ich ſterben aus Schaam, daß

ich ie den Vaterkuß von Deinen giftigen Lippen empfing! Ach! ach! Du haſt Geld gegeben, damit ein unedler Trunkenbold meine Braut entehren ſollte! O! es iſt nicht möglich! Die Teufel ſelbſt würden erſchrecken vor ſolcher unerhörten Schändlichkeit! Und dennoch iſt es wahr! un⸗ glaublich! und doch wahr! Du haſt noch funfzig Moͤrder

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