Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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36 Jakob von Artevelde.

auch er fühlte ſein Herz von Ermattung ergriffen, bis.

plötzlich ein fernes Geräuſch ſein Ohr berührte.

Es ſchien ihm, als ob er in der Ferne, längs der Seite der Abtei, mehrere Perſonen kommen hörte. Gleich darauf erkannte er die Stimme Ghelnoot's van Lens, welcher rief:

Hieher, hieher, Oberhauptmann! Ihr lauft in die Leije!

Die Annäherung von Menſchen an dem Orte, wo er ſich befand, erſchreckte den Jüngling und weckte ihn ge⸗ waltſam aus ſeiner Beſtürzung. Wenn man ihn bei der Leiche überraſchte, ſo mußte er ohne Zweifel vor den Schöffen des Gedeele erſcheinen, auf ſtrenge Fragen zu antworten haben und Erklärungen ſeiner Handlungsweiſe geben. Dann lief aber das Geheimniß von ſeines Vaters Miſſethaten Gefahr, entdeckt zu werden. Sollte er, Lie⸗ ven, der Ankläger deſſen werden, deſſen Blut durch ſeine Adern floß?

Mochte ſie nun gegründet ſein oder nicht, ſo wirkte doch dieſe Furcht mächtig genug auf das Gemüth des Jünglings, um ihn mit Angſt zu erfüllen. Er ſprang auf und floh an dem rothen Thurme vorüber, von wo er rechts in der tiefſten Dunkelheit nach den Weiden zu⸗ lief. Es ſchien ihm, als höre er hinter ſich ein Geräuſch von Schritten, und ſich verfolgt wähnend, beeilte er ſei⸗ nen Lauf, ſo weit der Moorgrund es ihm geſtattete. Mitunter ſtürzte er in Pfützen oder Gräben und arbeitete ſich dann mit keuchender Bruſt und auf ungebahnten We⸗ gen durch Schlamm und Waſſer fort, bis er plötzlich mit

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