Hand auf auten Be⸗ 1. Er bat uchte ihm
der Ri⸗ nit Lieven
erleumden ahle Mher mich be⸗ ermorden! getödtet! Löden Va⸗ r hat mich hat funf⸗ und ſeine en und zu — Euer ls in der ringt ihm itz, damit giftet ihn, ühle, daß h verzeihe Tode.— vird mei⸗
Jüngling Vater ein
Jakob von Artevelde. 35
ſolcher Böſewicht! Dieſer Gedanke zerſchmetterte ihn der⸗ maßen, daß er wie verſteinert neben Muggelyn kniete und ihn wie bewußtlos anhörte.
Mit ſchwacher Stimme ſeufzte der Ribaudenkönig:
„Wein! Wein!“
Lieven gab ihm die Flaſche in die Hand; doch ehe Muggelyn ſie an den Mund führen konnte, begann ſeine Kehle heftig zu röcheln; ein Zittern durchlief ſeinen Kör⸗ per; ſein Arm ſank mit der Flaſche machtlos nieder; ſeine Glieder ſtreckten ſich aus:— es blieb nichts von ihm mehr übrig, als eine ſeelenloſe Leiche.
Einige Augenblicke noch rüttelte der Jüngling an dem Körper, ehe er ſich gänzlich von dem Tode des Ribauden⸗ königs überzeugt hatte. Die ſchrecklichen Mittheilungen deſſelben hatten ihn ſo erſchüttert, daß eine Fluth von verzweifelten Gedanken ihm durch den Kopf ſtrömte und
ihm alles Bewußtſein raubte. Mit dem Ausdrucke des Entſetzens ſtarrte er die Goldſtücke an, welche als kleine Lichtfunken im Graſe glänzten. Dies Geld, der Blutpreis von Artevelde's Leben, war von ſeinem Vater dem Mör⸗ der als Lohn eingehändigt. Sein Vater war es, der die giftigen Verleumdungen gegen Veerle ausgeſtreut hatte. Er hatte Muggelyn bezahlt, um die Braut ſeines Soh⸗ nes zu ermorden! zu entehren! Alles in ihm war alſo Bosheit, Falſchheit, Blutgier und Luſt am Böſen. O, dieſe vernichtende Ueberzeugung erfüllte den unglücklichen Lieven mit noch größeren Schmerzen, als die waren, welche Muggelyn's Todeskampf begleitet hatten. Auch er zitterte und rang die Arme in äußerſter Verzweiflung;
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