Jakob von Artevelde.
ſich vorwärts und ſchlich wie ein kriechender Fuchs längs der Mauer hin, zu ſich ſelbſt ſagend: „Dort iſt er! Allein! Ich täuſche mich nicht!“
Einige Schritte von dort näherte ſich allerdings ein
einſamer Wanderer; aber dieſer merkte den Schatten, der längs der Mauer hinglitt, und hielt ſich zur Verthei⸗ digung bereit. Plötzlich warf ſich der Mörder mit gezück⸗ tem Dolche auf den Kommenden; dieſer aber, Solches er⸗ wartend, ſprang zur Seite und ſtieß ſeine Waffe bis an den Griff dem unbekannten Feinde in die Seite. Mit einem entſetzlichen Schrei ſtürzte der Letztere zu Boden, während er mit der Hand kräftig die Wunde drückte, um das hervorſtrömende Blut zurückzuhalten.
„Wehe mir! Schändlicher Mörder! Ich ſterbe!... Das Blut entfließt mir, wie der Wein einem geborſtenen Faſſe! Muß das meine Belohnung ſein?“
„Seid Ihr es, Muggelyn?“ ſeufzte Lieven erſchreckt. „Belohnung? Himmel! Was thatet Ihr hier?“
„Ach!“ murrte der Ribaudenkönig, während er vor Schmerz zuckte.„Ich kam, um das Leben des Ober⸗ hauptmanns zu vertheidigen, und glaubte in Euch einen ſeiner Mörder zu ſehen. Ihr habt mich unrechtmäßig getödtet.“
„Gott, Gott!“ rief der Jüngling verzweifelt.„Es iſt vielleicht noch möglich, Euch zu retten. Laßt ſehen! Ich werde Eure Wunde verſtopfen und Euch nach der Abtei tragen.“
Bei dieſen Worten öffnete Lieven raſch die Kleider des Ribaudenkönigs und ſuchte mit einem leinenen Taſchen⸗
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dort,
Vater der au verderl damm: Ende!
Jakob


