Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

30 Jakob von Artevelde.

zu beſchleunigen. Er hoffte, Mher Artevelde einholen und vor der Gefahr, die ihn bedrohte, warnen zu können, oder, wenn er ſich ſchon am unglücklichen Orte befand, ihm beizuſtehen.

Das einzige Stadtthor, durch welches Artevelde ohne großen Umweg ſich nach St. Baefsſtede begeben konnte, war der rothe Thurm. Dort draußen lag eine breite Bahn, an deren rechter Seite die Leije nach der Schelde zu ſtrömte, während längs der anderen Seite ſich eine hohe Mauer erhob. Hinter dieſer Mauer dehnten ſich einſame Weiden in die Ferne. Am anderen Ufer des Fluſſes, nach dem Waſſer zu, erhoben ſich einige Woh⸗ nungen. Außer dieſen konnte man auf tauſend Schritte in der Runde kein einziges Haus mehr finden.

Lieven wunderte ſich nicht, daß die Mörder ſich dieſen abgelegenen Ort für ihren Plan ausgeſucht hatten. Um eine heimliche Miſſethat auszuführen, konnte man rings um die ganze Stadt keinen günſtigeren Platz finden, wo während der Nacht eine ungeſtörte Stille herrſchte und Alles in den Todesſchlaf der Einſamkeit und Dunkelheit verſenkt ſchien.

Sobald der Jüngling ſich außerhalb des rothen Thur⸗ mes befand, blieb er ſtehen und bückte ſich tief, um längs dem Boden hinzuſehen, ob er Niemanden auf der Bahn nach St. Baefsſtede zu höre oder bemerke. Nach dieſer Unterſuchung, während welcher er weder ein Geräuſch noch eine Bewegung merkte, war er überzeugt, daß er Artevelde vorausgeeilt ſei und nichts Beſſeres thun könne,

als ihn einige Zeit zu erwarten, da man auf keinen Fall

St. 2 zu gel konnte zu erk men ſ NY ter ein deren ſtreckter dem ſie ſchaute. nißvoll weilig; zwei.. Er melte de / E Noch ein Mantel behagt. freundlic durch un iſt unmö Es iſt, Augen ſ mache un kommt er Plötz