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Jakob von Arttvelde. 25 ſchaft iſt ſehr aufgebracht über die Unbeugſamkeit des Oberhauptmanns, und ſchreit, daß ſie ihren Fürſten rächen wolle wegen des Hohnes, den ihm dieſer hoch⸗ müthige Tyrann angethan. Glaube mir, Artevelde's Le⸗ ben iſt in Gefahr, und da ſeine Macht nicht zuläßt, daß man ihn öffentlich bekämpfe, ſo würde es mich nicht wundern, wenn ein geheimer Schlag ihn unerwartet zu Boden ſtreckte.“
„Nein, nein Vater!“ rief Lieven betrübt,„ſage mir nicht dergleichen. Der Oberhauptmann iſt ſo lange ge⸗ läſtert und verfolgt worden, zu einer ſo entſetzlichen Miſſe⸗ that werden ſeine Feinde ihre Zuflucht nicht nehmen, jetzt, da ihr Haß ſich zu vermindern ſcheint.“
Geeraert Denys warf einen forſchenden Blick auf ſei⸗ nen Sohn und ſagte:
„Du glaubſt es nicht? Man ſagt, daß ſich heute eine Anzahl Leligerds aus Dendermonde heimlich in die Stadt geſchlichen haben und daß ſie gekommen ſeien, um Artevelde zu überfallen und zu todten. Der Graf ſoll Demjenigen eine anſehnliche Belohnung verſprochen ha⸗ ben, der ihn von dem Tyrannen befreit. Was würdeſt Du nun ſagen, wenn Du morgen erführſt, daß Artevelde hier oder dort ermordet gefunden worden ſei?“
Der Jüngling zitterte, als er dieſe ſchreckliche Mit⸗ theilung vernahm, während ſein Vater die Augen unbe⸗ weglich auf ihn gerichtet hielt.
„Iſt das wahr, was Du da ſagſt?“ rief Lieven.
„Ich weiß es nicht, es iſt eine Neuigkeit, die ich ſo eben von einem Bürger gehört habe, und es kam mir


