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24 Jakob von Artevelde.
Die ſehe ich allerdings als die Aufgabe unſerer Freihei⸗ ten und die Annahme einer ſchändlichen Sklaverei an; aber wenn der Fürſt ſich nachgiebig zeigt und uns unſere Freiheiten ſichert, warum ſollten wir denn länger in be⸗ ſtändigem Aufruhr leben?“
„Alſo würdeſt Du annehmen, was der Oberhaupt⸗ mann verwirft?“
„Das ſag' ich nicht.“
„Du würdeſt das Bündniß mit England brechen und zum Vortheile Frankreichs gegen König Eduard ſtreiten? In eine neue Knechtſchaft und in die Vernichtung unſerer Induſtrie einwilligen, die Hungersnoth über Flandern hereinrufen?“
„Durchaus nicht.“
„Das iſt ja eben das, was Artevelde ebenfalls ver⸗ wirft. Du ſtimmſt mit ihm in der Sache ganz überein; ich begreife wirklich nicht, Vater, wie Du ſo zornig gegen ihn ausfallen kannſt, während er Deine eigenen Gedan⸗ ken vertheidigt und ausführt.“
Schaam und Aerger entſtellten Denys bei dieſem unwiderleglichen Einwurf ſeines Sohnes; da er jedoch in dieſem Geſpräche einen Zweck erreichen wollte, ſo be⸗ zwang er ſich und ſagte mit erheuchelter Kälte:
„Ich will nicht behaupten, Lieven, daß ich die Be⸗ dingungen, welche der Oberhauptmann verwirft, anneh⸗ men würde. Als ich Dir ſagte, daß ſich Artevelde ein
ſchlimmes Ende bereite, wollte ich Dich blos auf die Ge⸗
ſinnung aufmerkſam machen, welche im Volke vorherrſcht. Es möge ſein, wie es wolle, Eins iſt gewiß, die Bürger⸗


