Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. die er täg⸗ in tiefem grenzen⸗

aus ſeinen Träumen geweckt durch das faſt unhörbare Geräuſch von Menſchenſchritten in der Straße. Er be⸗ hvergeſſen merkte zwei ſchwache Schatten, welche ſchleichend oder ſehr in müſſen. langſam gehend ſich ſeiner Wohnung näherten und dort Artevelde eeinander etwas in die Ohren raunend ſtehen blieben.

Es war Lieven nicht möglich, die Geſtalten dieſer bei⸗

dert hatte: 1 3 bgelegenen den Nachtwandler zu unterſcheiden, aber er hörte gleich ziehen, in darauf, daß die eine dieſer Stimmen etwas lauter wurde. vergiften⸗ Mit geſpannter Aufmerkſamkeit horchend, verſtand Lieven 1, um auf nun, wie der Eine zum Andern ſagte:

dn borge⸗Seid ruhig, mein Dolch ſoll nicht lügen, um ein

Uhr an St. Baefs⸗Leije.

Als er dieſe Worte vernahm, die ihm ſchon wieder einen Mord anzukündigen ſchienen, überlief den Jüngling ein Schauer der Betrübniß und des Unwillens. Das Glasfenſter, durch eine Bewegung ſeines Ellenbogens getroffen, drehte ſich in ſeinen Angeln lund die Scheiben klirrten hörbar im Blei, die beiden Menſchenſchatten ver⸗ ſchwanden eilig hinter dem Giebel der Kirche.

Ein Gefühl der Trauer hatte Lieven's goldenen Traum verſcheucht und die Böſes verheißende Erſcheinung übte

Frau ihren eenden Au⸗ ſchien ihm, hm bereits mit ſo gro⸗ überſtrahlte in Auge in ſtein ſeiner

denbenden lange ihren Eindruck auf ihn; ein Mord war allerdings Sein be⸗ ſeit einiger Zeit in Gent kein ſo ſeltener Vorfall, daß :m Schmer⸗ man ſo ſehr darüber erſchrecken konnte, aber dieſe mitten das gelobte in der Nacht von Unbekannten gemachte Verkündigung zu zaubern. mußte Lieven tief erſchüttern. Er verließ das Fenſter,

wandelte noch einige Male in ſeinem Zimmer auf und ab und ging dann hinunter, wo noch Licht brannte, um ſeines Vaters Heimkehr zu erwarten.

en blieb der lich ward er