Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Artevelde hatte dagegen nach dieſem Blutbade der Zünfte plötzlich ſeinen ganzen Muth und ſeinen Stolz wiedergefunden, ohne daß Jemand vermuthen konnte, wodurch ſolche Veränderung entſtanden war. Indem er ſich mehr mit den allgemeinen Angelegenheiten Flan⸗ derns und mit dem Kampf gegen die äußern Feinde be⸗ ſchäftigte, hatte er die Regierung der Stadt Gent auf einige Zeit der Schöffenbank und ſeinen Amtsgenoſſen überlaſſen. Er erſchien jetzt ſehr ſelten im Rathe, ohne Rückhalt als Grund angebend, daß er mit einem Manne, wie Denys, nur dann in Berührung kommen wolle, wenn die höchſten Intereſſen der Gemeinde ihn dazu zwängen. So lange der Oberhauptmann dem Oberdechanten nur Angriffe, die ihn perſönlich angingen, vorzuwerfen hatte, war er leicht darüber weggegangen, jetzt aber, wo Denys' abſcheuliche Leidenſchaften ein ſo entſetzliches Unglück über ſeine Vaterſtadt gebracht, machte Artevelde Niemandem ein Geheimniß daraus, daß er den Oberdechanten als ei⸗ nen ſchlechten und ſchädlichen Menſchen verabſcheue. Ge⸗ ſchah es, daß der Oberhauptmann ſich im Rathe zeigte, um einen Vorſchlag zu unterſtützen oder zu bekämpfen, ſo ſchonte er ſeinen Gegner nicht mehr, wie er früher ge⸗ than hatte. Im Gegentheil mit ruhiger Beredſamkeit, aus der jedoch Verachtung und Geringſchätzung leuchte⸗ ten, drückte er den Oberdechanten zu Boden und machte ihn nicht ſelten vor Scham oder Wuth erröthen.

So ſproß für Geeraert Denys aus dem Gefechte und dem Siege gerade das Gegentheil von dem, das er da⸗ von erwartet hatte; die größere Hälfte der Bürger haßte