14 Jakob von Artevelde.
Weber ſich mit Abſcheu oder ſchlecht verhehlter Verach⸗ tung von ihm abwenden. In ſeiner eigenen Zunft blieb ihm Niemand mehr treu, als eine Anzahl der ärmſten und beſchränkteſten Leute, deren aufgeregte Leidenſchaften auch nach dem Kampfe fortloderten und die den Ober⸗ dechanten als Führer betrachteten, weil er ein angeſehe⸗ ner Mann war und ihren Wühlereien Nahrung und Belohnung verſprach.
Die Walkmüller und kleinen Gilden auf der andern Seite dürſteten nach Rache über ihre Erniedrigung, und obwohl ſie jetzt ohnmächtig waren, ſo prophezeiten ſie doch, daß binnen kurzem noch mehr Blut ſtrömen ſolle und Denys früh oder ſpät ſeiner verdienten Strafe nicht
entgehen würde. Einige drohten ſogar, ihn zu überfal⸗
len und zu tödten, wenn das zweite Gefecht zu lange auf ſich warten laſſe.
Da man jeden Morgen in abgelegenen Gängen und Straßen trotz der ſtrengſten Wache Leichen von ermorde⸗ ten Webern fand, ſo hatte ſich ein tiefer Schrecken des Oberdechanten bemächtigt und er wagte nicht mehr, des Abends ohne Begleitung auszugehn.
Im Schöffenrathe hatte ebenfalls eine merkwürdige Wendung der Gemüther zu ſeinem Nachtheile ſtattgefun⸗ den. Ser Maes van Vaernewyck warf ihm mit den ſtrengſten Worten die Rolle vor, die er in dieſer Ange⸗ legenheit geſpielt, und als der Oberdechant trotzig ant⸗ wortete, ſah er zu ſeinem größten Verdruſſe einen Theil ſeiner Freunde ſich gegen ihn erheben und die Verweiſe gut heißen, die ihm gegeben wurden.
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