Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 13

Der Sieg der Weber hatte Geergert Denys mit ei⸗ nem grenzenloſen Hochmuthe erfüllt. Er war das aner⸗ kannte Oberhaupt der ſiegenden Partei und hatte dieſe im Kampfe mit Wort und That angeführt. Jetzt wähnte er, daß ihn Jeder fürchte und bewundere als einen un⸗ verzagten und erfahrenen Kriegshelden, daß Niemand mehr wagen würde, ſeinem mächtigen Willen Wider⸗ ſtand zu leiſten, ja er ſchmeichelte ſich ſogar, daß er jetzt Artevelde nicht mehr um den Ruhm der Tapferkeit und Weisheit zu beneiden brauche, und daß dieſer, die Unmöglichkeit einſehend, mit ihm zu ringen, ſich beeilen würde, ſeine Aemter niederzulegen und das Land zu ver⸗ laſſen, um einem noch ſchlimmeren Looſe zu entgehen.

Geeraert Denys täuſchte ſich jedoch, er mußte im Ge⸗ gentheil ſeinerſeits erfahren, daß der Volksgeiſt ſehr ver⸗ änderlich iſt und ſich umwendet, noch ehe man ſich deſſen verſieht.

Kaum waren die Schlachtopfer begraben, ſo ſah man die allgemeine Stimme ſich gegen ihn erheben. Da der Haß der Weber ſich in Strömen von Bruderblut abge⸗ kühlt hatte, ſo entſank dem Oberdechanten auf dieſer Seite die Stütze, auf welcher ſeine Scheinmacht ruhte. Die meiſten Mitglieder der Weberzunft betrauerten das Gefecht und ſchämten ſich der ſchrecklichen Greuelthat, welche man ſeit dieſer Zeit den böͤſen Mondtag nannte. Niemand wollte einen Theil der Verantwortlichkeit auf ſich nehmen und man klagte erſt heimlich und dann öffentlich Denys als die einzige Urſache dieſes unglücklichen Streites an. So ſah der Oberdechant ſehr bald die Mehrzahl der