Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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10 Jakob von Artevelde.

hundert bewaffneten Bürgern aus der Wandelſtege und erſchien auf dem Freitagsmarkte. Er erblaßte bei dem Anblick des Kampfes und ließ ſeine Leute ſtill ſtehen, während er ſprachlos und in äußerſter Verzweiflung dem gräßlichen Morden eine Zeit lang zuſah.

Umſonſt, umſonſt, rief Maes van Vaernewyck, die Hände gen Himmel hebend;es iſt igeſchehen! Ghelnoot van Lens ſtemmte die Spitze ſeines Schwertes auf die Erde, ſetzte den Fuß auf die Klinge und brach vaſſelbe entzwei, die Stücke verzweifelnd auf den Markt werfend.Ein Anderer gebiete den Mördern und wilden Raubthieren, rief er.

Aber, Oberhauptmann! rief ein Bürger,ſeid Ihr Willens, uns in dieſes Gefecht zu führen? Was können wir unter dieſen Tauſenden von wüthenden Men⸗ ſchen ausrichten, als höchſtens vergeblich noch mehr Blut vergießen?

Artevelde antwortete ihm nur mit einer abwehren⸗ den Bewegung des Kopfes und richtete ſeine Blicke ſu⸗ chend auf den Markt, als ob er ſich nach einer Hülfe um⸗ ſehe. Plötzlich erheiterte ſich ſein Antlitz, wie von einem Strahl von Hoffnung erleuchtet; er wandte ſich zu ſeinen Mannen und ſagte:

Kommt mit mir, Freunde, der Himmel hat mich

erleuchtet, möge es glücken.

Er ſchritt mit Ser Maes van Vaernewyck und mit der Wache den St. Jakobskirchhof hinauf und klopfte an die Thüre der Pfarrei, wo er augenblicklich eingelaſſen wurde.

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