Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde. 133

Walkmüllern ſpreche, oder Ihr ſollt nicht lange warten, um zu ſehen, mit wem Ihr es zu thun habt.

Die Mitglieder der Weberzunft bemühten ſich, Gee⸗ raert Denys zur Ruhe zu bringen. Dieſer hatte aber den höchſten Punkt der Wuth erreicht durch den Gedan⸗ ken, daß der Oberhauptmann ſeine eigenen Freunde über⸗ zeugt habe und einen ſchönen Sieg davon tragen würde, wenn er dies nicht durch einen entſcheidenden Schlag hinderte.

Schweigen? ich ſchweigen? ſchrie er.Nein! hofft das nicht! Ich ſpreche hier im Namen der ganzen Weberzunft, deren Ehre ich vertheidige. Eure Drohun⸗ gen erſchrecken mich nicht. Ich wiederhole es Euch, und wenn auch Einige vor Aerger darüber berſten: unſere Gilde iſt das erſte Glied der Gemeine und kann ſich nicht zu einer abgezwungenen Uebereinkunft mit den Walk⸗ müllern vereinigen. Dieſe Schmach ſoll nie über ſie kommen. Geht hinunter und fragt unſere Geſellen, ob ſie etwas bewilligen wollen. Sie werden, wie aus ei⸗ nem Munde, Euer Verlangen mit Verachtung verwer⸗ fen und, gleich mir, rufen: niemals! niemals!

Artevelde ſtreckte ſeine Hände der Verſammlung ent⸗ gegen und wollte reden; aber die Dechanten der kleinen Gilden und die Walkmüller ſprangen zugleich auf und drohten Geeraert Denys mit verwirrtem Geſchrei, wäh⸗ rend Jan Bake auf die Tafel ſchlug, daß ein Stück des Tiſchblattes abbrach und auf die Erde fiel. Dann ſtreckte er Denys beide Fäuſte entgegen und ſchrie ihn an:

Du forderſt uns heraus, hochmüthiger Weber?