Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Rede ſich haben verführen laſſen; aber, und wenn ich auch allein übrig bliebe, um die Würde der Weberei zu vertheidigen, ſo werde ich dieſe Pflicht mit Unerſchrocken⸗ Rit erfüllen. Was hier vorgeſchlagen wurde, iſt unmög⸗ lich. Wir wiſſen, was uns die Meiſter und Geſellen, die dort unten ſtehen, aufgetragen haben. Nichts, nichts dürfen wir zugeben; es würde doch durch die Zunft ver⸗ worfen werden. Alſo keine Feigheit, Genoſſen! Befleckt Euch nicht dadurch, daß Ihr Euch den thörichten Walk⸗ müllern unterwerft. Komme, was da wolle, die Ehre der Weberei geht über Alles.

Alſo Ihr wollt, daß Blut vergoſſen werde? fragte Artevelde betrübt.

Blut! Blut! rief Denys mit wildem Tone. Weicht ein Genter zurück bei dem Anblick von Blut, 77

Er wollte in ſeinen Einwürfen fortfahren; aber jetzt ſprang Jan Bake, der rieſenhafte Dechant der Schmiede, auf und ſprach, faſt wahnſinnig vor Zorn:

Ha! Ihr glaubt, daß wir das dulden werden? Wenn wir bereit ſind, zu thun, was der Oberhauptmann ſagt, ſo wollt Ihr hier uns ſchimpfen und uns in's An⸗ geſicht ſpeien, daß wir thörichte Leute ſeien? Ihr bietet uns alſo Streit an?

Nein, nein! riefen die meiſten Dechanten der We⸗ berei;wir wollen Frieden, Verſoͤhnung; wir billigen den Vorſchlag.

So bringt Euren Oberdechanten zum Schweigen! polterte Jan Bake.Und daß er mit Ehrfurcht von den

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