Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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126 Jakob von Artevelde.

Brabant, noch von den Leliaerds zu ſprechen. Was hier abgehandelt werden muß, iſt der ſchwebende Streit; un⸗ ſere Gilden ſtehen unten und hoͤren alle die ſchönen Worte nicht; ich bitte den Oberhauptmann, uns ohne ſo viel Umſchweife zu erklären, was er uns vorzulegen hat.

Während der Oberdechant der Weber dies ſagte, riefen einige Walkmüller wüthend:

Schweigt, ſchweigt, laßt den Oberhauptmann re⸗ den; aber Geeraert Denys ſchrie lauter als ſie, bis er mit ſeinen Unterbrechungen nach ſeinem Willen zu Ende war.

Artevelde blieb mit unverändertem Antliitz ſtehen, ließ den Lärm ſich beruhigen und fuhr dann fort:

Freunde, ich ſah Eure Augen vor Unwillen glühen, als ich ſo eben zu Euch von Sklaverei und Erniedrigung des Vaterlandes redete; dieſer Anblick hat mich erfreut; es giebt noch Saiten in Euren Herzen, die für die Größe beſtimmt ſind. Ihr fühltet, ihr erkanntet, daß Flandern Gefahr läuft und daß es wünſchenswerth ſei, die Ein⸗ tracht könne wieder hergeſtellt werden, und müßte auch jeder von uns dazu etwas von ſeiner Eigenliebe oder ſei⸗ nen Intereſſen zum Opfer bringen; ich wage daher, Euch mit größerem Vertrauen meine Anſichten über den Streit, der Euch trennt, mitzutheilen. Euch, ihr Walkmüller, ſage ich, Euer Schickſal iſt durch das Zunehmen des all⸗ gemeinen Wohlſtandes wenig verbeſſert, Ihr arbeitet vom Morgen bis zum Abend und eßt keinen Biſſen Brodes, ohne zu wiſſen, wie viel Schweiß er Euch gekoſtet hat; Eure Frauen und Kinder finden kaum ſo viel in den

Früchten Eurer Arbeit, um nicht Mangel zu leiden, alle

Tage ſchaffe Wohl mäßig den ar welcher iſt, ſo kläre i des To ſie dur daß, n täglich dem ſi wäre n ſchen il müßte aber d iſt, da zu verr ben, il erwähle in Frie vermöch ten und über di 6 bern he man ab wiegen,