Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Euch losreißen aus Eurer unerklärlichen Verblendung? Wenn Frankreich unwiderſtehlich und ſiegreich unſern Heimathsboden überſchreitet? wenn die Fußſchellen der Sklaverei Euere Schritte hemmen? wenn der Gewerb⸗ fleiß und der Handel den Todesſtoß empfangen haben? wenn Elend, Hungersnoth, Verderben und Schande hier herrſchen werden? wenn die Völker der Erde in Euch die Freiheit haſſen als einen Brunnen der Zügelloſigkeit, der Thorheit und des Unterganges? Werdet Ihr dann erſt erwachen, wenn Euer Vaterland, befleckt von dem Schmutz der Feigheit, ermordet von dem Schwerte der Zwietracht, unter Euch in den letzten Zügen liegt? Nein, nein, Ihr habt Euch verirrt.....

Hier ward Artevelde durch einen Ausruf Denys' un⸗ terbrochen.

Der Oberhauptmann hatte allmählig mit mehr Feuer und endlich mit hinreißenden Feuer und herr⸗ ſchender Kraft geredet. Es war noch immer im vollen Glanze, in Tiefe und Kraft das bezaubernde, ſeelener⸗ ſchütternde Wort des weiſen Mannes; auch waren viele Dechanten beider Parteien gerührt und erſchüttert. Faſt alle hatten bewundernd dem edlen Aufruf zugehorcht und erkannten im Grunde ihres Herzens, daß die Wahrheit ſelbſt durch den Mund Artevelde's rede.

Geeraert Denys, dem Oberhauptmanne in die Rede fallend, ſagte:

Nun, nun, es ſei ſo; Ihr ſeht die Sache ſehr ſchwarz an und man köͤnnte viel dagegen ſagen. Aber wir ſind nicht hierher gekommen, weder von Frankreich, noch von