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Wenn in dieſer Volks⸗
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Pflicht; bereits ertheilt, en Vor⸗ er Bru⸗ bs, mir ört, und ausſetzt, hmen zu 8 Kirch⸗ rwande, 3 Apare, Vorbilde weigert, nd, daß
Jakob von Artevelde. 119
er nicht Hauptmann geworden ſei, um ſeine eigenen Brü⸗ der ermorden zu helfen.“
„Mein Bruder, mein Bruder!“ ſeufzte der Ober⸗ ſchöffe.„Ach, Oberhauptmann! es iſt eine anſteckende Seuche, die ſelbſt die Beſten und Redlichſten ergriffen hat. Es iſt Jeder in Gent mit Wahnſinn geſchlagen.“
„Ghelnoot van Lens und Pieter van Caudenhove,“ fuhr Artevelde fort,„werden ihr Beſtes thun, um in ihren Kirchſpielen eine Anzahl Männer zu ſammeln und ſie auf dem Kornmarkte zu unſerer Verfügung bereit zu halten. Wenn es ihnen glückt, eine genügende Macht zuſammenzubringen, ſo wird es jedenfalls möglich ſein, die beiden Parteien bis zum Abende auseinander zu hal⸗ ten. Daß es hier und da in anderen Stadtvierteln Todte geben wird, wenn unſer letzter Verſuch keine Vermitte⸗ lung zur Folge hat, iſt gewiß. Aber das wäre ein klei⸗ nes Unglück im Vergleich mit dem Clende, das unſere Stadt treffen kann.“
„Wehe! Wehe!“ rief Ser van Vaernewyck.„Wäh⸗ rend wir hier mit gehäſſigen Bürgerzwiſten unſere Zeit vergeuden, gehen die Intriguen der Leligerds ihren Gang. Die anderen Glieder Flanderns bedrohen das aufrühre⸗ riſche Gent mit einer Trennung und im Nothfalle mit einem Kriege. Unſer Graf iſt in Brüſſel, um den Herzog von Brabant zu bewegen, das Bündniß zu brechen, und Frankreich bereitet ſich mit Ruhe vor, unſer zerriſſenes Vaterland anzugreifen. Gott! Gott! was wird das Ende von dem Allem ſein! Verzweiflung füllt meine Seele. Ich habe keinen Glauben mehr an Flanderns Zukunft;


