Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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116 Jakob von Artevelde.

Wahrſcheinlich würde dieſer Zwiſt doch noch zu einer Schlägerei geführt haben; allein jetzt kam der Ribauden⸗ könig mit ſeinen Leuten her und rief ſcherzend den Blau⸗ färbern zu:

Sa, Geſellen! keine Schlägerei, oder wir waſchen unſere Hände im Teufelsſteen!

Es wäre beſſer, antwortete ein Geſelle,Ihr führtet Eure Ribauden nach dem goldenen Schwane und gäbt ihnen etwas zu trinken; denn ſie ſcheinen ſchrecklich von der Sonne ausgedorrt und jappen wie Fiſche in ei⸗ nem leeren Weiher.

He, Muggelyn! rief ein Anderer,ſagt uns doch, mit wem Ihr es haltet! Für wen ſeid Ihr?

Ich? Ich bin für den Baas im Hirſch unter dem Glockenthurme, antwortete der Ribaudenkönig mit ge⸗ machtem Ernſte, welcher Jeden, ſelbſt Lieven Comyne, zum Lachen reizte.

Ja, ſo meine ich es nicht! entgegnete der Geſelle. Ich wollte, fragen: mit welcher Zunft haltet Ihr es? mit den Webern, oder mit den Walkmüllern?

Nun, das wißt Ihr doch ſchon lange, rief Mugge⸗ lyn, mit ſeinen Leuten weiter den Markt hinaufſchreitend. Ich ändere meine Geſinnung nicht, und halte es, wie früher, mit der Gilde der Weinſchenken.

Während die Leidenſchaften auf dem Markte durch heimliche Aufregung immer mehr und mehr angefacht wurden, ſtand Artevelde hinter dem Fenſter des Ver⸗

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