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Grote iſt viel. Jedenfalls muß man nicht auf dieſe Weiſe über dergleichen Dinge entſcheiden. Die Dechanten und Schiedsmänner ſind da, um ſich in Liebe über die Zwi⸗ ſtigkeiten zwiſchen den Zünften zu verſtändigen. Was man Jahrhunderte lang gethan hat, kann man noch thun.“
„Ha, ha!“ lachte ein Zunftgenoſſe,„die Dechanten haben nun ſchon ſeit Monaten die Sache in den Händen. Die Weber meinen, daß ſie mit Verachtung auf alle an⸗ deren Bürger herabblicken können. Sie ſpeien uns täg⸗ lich ihren Hohn in's Geſicht, und ſchwören, daß ſie nichts zugeſtehen würden, und wenn auch alle übrigen Zünfte ſie zwingen wollten. Wir wollen doch ſehen, ob die ver⸗ fluchten Weber uns zu Grunde richten ſollen mit ihrem Hochmuthe!“
„Kurzes Spiel mit ihnen machen!“ ſchrie ein ande⸗ rer Geſelle.„Sie in die Leije jagen und ertränken!“
„Ich ſehe wohl, daß keine Salbe dagegen hilft,“ antwortete Lieven Comyne entmuthigt.„Fahrt alſo nur fort in Eurer Thorheit; laßt die eine Hälfte der Stadt die andere Hälfte morden; laßt Gent ſein Glück und ſein Gedeihen opfern, ſich erſchöpfen und Flandern das Vor⸗ bild des Zwieſpaltes und Bürgerkrieges geben! Aber gebt Acht: der Franzoſe ſteht mit der Ruthe hinter der Thüre. Wenn wir unter fremdem Zwange ſeußzen wer⸗ den, ohne Handel, ohne Arbeit und ohne Brod, dann werden wir uns die Finger benagen und mit Scham be⸗ trauern, was wir gethan haben. Aber dann wird die Klage zu ſpät kommen.“
„Nun, nun! wir wiſſen wohl, wo Ihr die ſchönen
Jakob von Artevelde.
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