Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

den blutigen Streit unmittelbar beginnen zu laſſen, wenn nicht Jeder verlangt hätte, erſt den Ausgang der Ver⸗ ſammlung im Hochhauſe zu erfahren. Neben Jan Bake ſtanden ſeine drei Söhne, eben ſo mächtig von Gliedern, wie ihr Vater, und nicht minder racheluſtig.

Etwas ferner den Markt hinauf und in allen an⸗ grenzenden Straßen bemerkte man die meiſten anderen Stielen, obwohl in kleinerer Zahl: die Fleiſcher, mit ih⸗ rem Wetzſtahle am Gürtel; die Bäcker, ganz mit Mehl beſtäubt; die Schiffer, mit ihren ſchweren Regenkleidern; die Ausläder, mit ihren Laſthaken in der Hand; die Brauer, mit rothem, geſchwollenem Geſicht; die Loh⸗ gerber, die Corduangerber, die Maurer, die Zimmerleute und mehrere andere.

Unter den kleinen Zünften, die hinter der Sanct Jakobskirche ausgebreitet ſtanden, herrſchte nicht ſolche Heftigkeit, wie auf dem Vormarkte, wo die beiden Feinde ſich einander gegenüber befanden und ihre Wuth ſich da⸗ durch auf das Aeußerſte geſteigert hatte. Bei Sanct Jan⸗ten⸗Dulle bemerkte man jedoch eine Gilde, die ſehr zahlreich war und ſich durch beſondere Unruhe auszeich⸗ nete. An den blauen Händen der Geſellen, welche ſich hier verſammelt hatten, konnte man leicht die Zunft erken⸗ nen, zu welcher der muthige Lieven Comyne gehörte. Der Lärm, der ſich vernehmen ließ, entſprang aus einer Rede, die der Dechant gehalten hatte und die von den Zunft⸗ genoſſen mit langem Zujauchzen und Gelübden der Un⸗ beugſamkeit beantwortet worden war. Der Dechant hatte ſie überzeugt, daß man den Webern nichts zugeſtehen

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