Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

lichen Bienenkorbe, der ſich bereitet, einen zahlloſen Schwarm auszuſenden.

Von dem Mannekens⸗Aerd bis an das Toreken hatten die ſiebenundzwanzig Stielen der Weberei ſich ausgebrei⸗ tet; ſie bedeckten demgemäß beinahe die Hälfte des Mark⸗ tes bis zur Südſeite. Außer den Tuchhändlern, die ſich in großer Anzahl vor dem Hochhauſe befanden, konnte man in dieſer mächtigen Schaar die Weber, Spinner und Tuchſcheerer erkennen. Unter den verſchiedenen Thei⸗ len der Weberei bemerkte man dieſelbe Abgränzung, wie unter den anderen. Dieſe Zunft bildete einen großen Kör⸗ per, der durch ſeine Zahl in der That bedeutend genug ſchien, um den übrigen Stielen Furcht einzuflößen und ſie nöthigenfalls zu vernichten. Auf dem Antlitze der Weber konnte man leſen, daß ſie ſich ihrer Macht nicht unbewußt waren; ſie zeigten ſich minder wühleriſch und über ihrer Schaar hörte man das verwirrte Geräuſch nicht, das über allen anderen Theilen des Marktes ſo drohend herrſchte; aber ein Lächeln der Verachtung ver⸗ rieth den Hochmuth, der ihre Herzen füllte, und ihre ſcheinbar gleichgültige Handlung bezeigte, daß ſie ſich wenig um das Geſchrei der anderen Zünfte kümmerten.

Geeraert Denys lief hier hin und wieder, Jedem die Hand drückend und giftige Worte ſäend, um auch den letzten Verſuch Artevelde's ſcheitern zu machen. Es wurde ihm äußerſt leicht, die Mitglieder ſeiner Zunft dahin zu bringen, daß ſie Nichts, nicht einmal zum Scheine, nach⸗ gäben. Dies war auch bereits unter den Webern ſowohl

wie unter den anderen Zünften beſchloſſen. Die Streit⸗

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