Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10² Jakob von Artevelde.

Freunde gerade derſelben Leidenſchaften und Abſichten, von welchen er fühlte, daß man ſie ihm mit Recht vor⸗ werfen könne.

Durch dieſe Parteiungen war mittlerweile alle ge⸗ ſetzliche Macht in Gent vernichtet worden. Obwohl Ar⸗ tevelde, von der Majorität der Schöffenbank unterſtützt, noch das wahre Haupt der Gemeine war, ſo herrſchte doch unter dem Volke eine ſolche Gleichgültigkeit oder ſo ſchlechter Wille, daß es beinahe unmöglich geworden war, irgend eine Maßregel auszuführen. Jeder hatte das Vor⸗ gefühl, daß in Gent eine große Umänderung ſtattfinden müſſe. Viele ſahen ſchreckliche Ereigniſſe vorher; Alle aber betrachteten mit Furcht die allgemeine Verwirrung und Anarchie, welche ſich unverkennbar ankündigte.

Artevelde, welcher ohnmächtig geworden war durch die tauſend Hinderniſſe, die ſich ihm überall entgegen⸗ ſtellten, wußte nicht mehr, was er beſchließen ſolle, um ſeine Vaterſtadt vor einer verderblichen Umwälzung zu bewahren. Er ſah dieſe Umwälzung augenſcheinlich ſich nähern; aber ſo weit war in Gent ſchon alle Leitung und Regierung unmöglich geworden, daß die Obrigkeit ſich darauf beſchränken mußte, von der Zeit eine glückliche Aenderung zu hoffen und mittlerweile Alles, ſelbſt die geſetzlichſten Zwangsmittel, zu vermeiden, um dem Auf⸗ ſtande keine Urſache zum Ausbruche zu geben.

Hinſichtlich der Heirath Lieven's und Veerle's hatte Denys ſein Wort nicht zurückgezogen, und er ſprach ſelbſt mitunter davon, wie von einer abgemachten Sache, welche unabhängig von ſeinen Streitigkeiten mit dem Ober⸗

—

haupt ſehr; eine l liebten beina zutru 5 hatte zwiſa gehal theil Crhe neue Web neigt mehr lunge beug tereſſ ( zeugt ſchaf Zeit ſchür wußt den Rach ſein fen,