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Jakob von Artevelde.
es nur einiger Worte Artevelde's, um ſeine Bemühun⸗ gen zu vereiteln und die Majorität dahin zu bringen, den Antrag zu verwerfen. Obwohl der Oberhauptmann ſich ſtets gemäßigt äußerte, und nie etwas ſagte, das den Oberdechanten verletzen konnte, fühlte dieſer ſich doch beſchämt durch den Vergleich, welchen er ſich gezwungen ſah zwiſchen ſeiner Unzulänglichkeit und Artevelde's Alles umfaſſender Klugheit zu ziehen. Die unbezwingliche Ruhe des Oberhauptmanns trieb Denys' Wuth auf den Gipfel. Wie oft er auch in höhnende Anſpielungen oder heraus⸗ fordernde Vorwürfe ausbrach, um Artevelde zu einem ärgerlichen Wortſtreite zu verlocken, es glückte ihm doch niemals. Freundlich rief ihn der weiſe Mann oft zu dem Gefühl der Würde der Verſammlung und zur Ruhe zurück. Der unwiderſtehliche Einfluß des Oberhaupt⸗ manns wirkte wie eine bleierne Decke, welche ſich fort⸗ während auf Denys' glühende Leidenſchaften niederſenkte und ſie hinderte, nach Luſt zu entbrennen. Dieſer Zwang erfüllte den Oberdechanten mit dem tiefſten Neide gegen Artevelde. Er konnte ihn nicht ſehen, ohne daß der Zorn ſein Antlitz röthete, ihn nicht reden hoͤren, ohne daß das Blut in ſeinen Adern aufwallte. Er nannte des Ober⸗ hauptmanns Mäßigung Heuchelei und Scheinheiligkeit, den Einfluß ſeines Wortes Gewalt und Tyrannei, die Majorität der Schöffenbank eine Verſchwörung von ehr⸗ ſüchtigen Leuten, die ihn unterdrückten.— So wußte er durch ſeine Anhänger ſich bei einem Theile des Volkes als ein Schlachtopfer von Artevelde's Herrſchſucht darzu⸗ ſtellen und beſchuldigte den Oberhauptmann und ſeine


