Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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ithum, die Hunderten

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bleibt geſagt,

ja, daß wir gute Freunde geworden ſind.“

Jakob von Artevelde. 95

Lieven trat in dieſem Augenblicke in das Gemach; als er jedoch ſeinen Vater und den Oberhauptmann Hand in Hand überraſchte, und ein Lächeln auf beider Antlitz glänzen ſah, blieb er, wie von einem unerwar⸗ teten Schlage getroffen, plötzlich ſtehen.

„Nun, nun!“ ſprach ſein Vater mit freundlichem Scherze;„was überraſcht Dich ſo ſehr, Lieven? Der Oberhauptmann iſt mein Freund geworden, Du ſiehſt es ja!“

„Iſt es wahr? o Gott!“ rief Lieven, die Hände zu⸗ ſammenſchlagend.„Und Du, Vater? Du?“

„Ich bin ihm eben ſo befreundet,“ antwortete Denys.

„Dank! Dank!“ rief der Jüngling freudig, während er dem Oberdechanten um den Hals fiel.„Dank! Du giebſt mir einen Vater zurück! Der ſchönſte, der heiligſte Trieb meines Herzens entzündet ſich von Neuem mit hei⸗ liger Gluth. Geſegnet ſei dieſer Tag in meinem Leben!“

Seinen Vater verlaſſend, richtete er ſeinen feuchten Blick auf den Oberhauptmann und faßte zitternd deſſen Hand. Artevelde ſagte gerührt zu ihm:

„Lieven, Du gehſt mit mir, um der kranken Veerle eine tröſtende Nachricht zu bringen. Dein Vater willigt in Eure Vermählung und verlangt, daß ſie ſobald wie möglich vollzogen werde. Es iſt ein feſtes Wort.“

Der Jüngling betrachtete ungläubig ſeinen Vater.

„Es iſt wahr,“ ſagte der Oberdechant.„Du ſiehſt