Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

m Scheine Artevelde

antwortete „Euch zu redet über en hat mir unglück fuͤr gegen den en?“

rit einander ihr angebt? anbotet?“ nen Augen-

gſetzen, ob⸗ ¹ Ich gebe

x2

as ſie willil mit vollem halte.“

iſſen. Jung⸗ ich vollkom⸗ er auch nicht

Jakob von Artevelde. 93

„Die gute Nachricht wird ihr raſch die Geſundheit wiedergeben, Mher Denys. Es bleibt alſo dabei, ſobald Veerle hergeſtellt iſt, haben wir Hochzeit.“

„Gewiß werdet Ihr dann Zeit genug haben, Ober⸗ hauptmann, um die Schöffenbank zu veranlaſſen, daß ſie zuvor einen Beſchluß über Euren Vorſchlag faßt.“

„Che acht Tage vorüber ſind, werdet Ihr mein Amtsgenoſſe ſein.— Und nun, da von dieſem Augen⸗ blicke an unſere gemeinſchaftlichen Bemühungen dahin gehen müſſen, die Gemüther zu beruhigen und allem Zwieſpalte ein Ende zu machen, ſo bitte ich Euch, ſobald wie möglich thätig zu ſein und den Streit zwiſchen den Webern und den Walkmüllern in Liebe beizulegen.“

„In Liebe? Wie verſteht Ihr das? Wollt Ihr denn, daß die Weber ſich den ungegründeten Forderungen der Walkmüller unterwerfen?“

„Nein, Oberdechant! Ich gebe zu, daß die Walk⸗ müller kein Recht haben, durch Gewalt und Drohung einen höheren Tagelohn zu fordern, als ihnen nach den Beſchlüſſen der Schiedsmänner von Alters her zugeſtan⸗ den iſt; aber ich glaube auch nicht, daß der Tagelohn eine ſolche unveränderliche Sache ſei und man in guten Zei⸗ ten, wie die jetzigen, den Handwerkern einen rechtmäßi⸗ gen Antheil an dem Gewinnſte weigern könne.“

„Und wer hat denn während des Stillſtandes von Handel und Gewerbe den Verluſt erlitten? Sind es die Walkmüller geweſen? Nein! es waren die Weber, die ihre Tücher nicht verkaufen konnten, während die Walk⸗ müller nichts dabei verloren.“