Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

werden ſollte, ſo wäre es beſſer, ſie als die großte Ge⸗ fahr, die unſere Freiheit bedrohen kann, zu verwerfen.“

Noch ehe der Oberdechant ſein Antlitz Artevelde wie⸗ der zuwandte, war das falſche Lächeln daraus verſchwun⸗ den, und er fragte in minder gehäſſigem Tone:

„Macht Ihr mir dieſes Anerbieten in redlicher Ab⸗ ſicht?“

„Ich habe nie geheuchelt,“ war die Antwort.

„Aber die Schöffenbank, wird ſie einwilligen?“

„Sie beſteht aus meinen und Euren Freunden. Die meinigen werden es nicht abſchlagen, um des Friedens im Lande willen; die Euren werden ſich freuen, Euch als Haupt der Gemeine zu ſehen.“

„Nun denn, Oberhauptmann! ich nehme Euren Vorſchlag an,“ ſagte Denys.

„Und nun frage ich Euch auch, Oberdechant, in red⸗ licher Abſicht?“

„In redlichſter Abſicht.“

„Darf ich hoffen, daß Ihr Euch bemühen wollt, zu vergeſſen, daß Ihr mich gehaßt und unaufhörlich ange⸗ fehdet habt?“

„Es ſoll von Euch abhängen, Mher Jakob! Wenn ich in Euch einen Mann finde, der wirklich geneigt iſt, Jedem zu laſſen, was ihm gebührt, ſo ſoll die Feind— ſchaft gewiß nicht durch mich verurſacht oder genährt werden. Selbſt von jetzt an biete ich Euch als Amts⸗ genoſſen meine volle Freundſchaft an. Ihr ſeht, daß ich nicht zögere, den erſten Schritt zur Verſöhnung zu thun.“

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