Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Jakob von Artevelde.

Volk ſich zu mir wendet, will man mich verlocken, mei⸗ nen Einfluß aufzugeben, um ihn zur Erhaltung derjeni⸗ gen zu benutzen, die mich verachtet haben. Aber Geeraert Denys iſt kein Kind, Oberhauptmann! Was er ſich vorgenommen hat, wird er ausführen, mögen diejenigen, die ſich groß achteten vor allen Anderen, und wähnten, ſie könnten die Welt allein auf ihren Schultern tragen, dagegen ſein oder nicht. Und kommt Flandern in Ge⸗ fahr, Gott Lob! ſo werden noch Männer gefunden wer⸗ den, um es zu vertheidigen und zu rächen, vielleicht mit noch größerem Muthe. Haha! Oberhauptmann! End⸗ lich erkennt man doch auch an, daß Geeraert Denys noch etwas in Gent gilt.“

Mit würdiger Ruhe antwortete Artevelde:

„Oberdechant, ich bin nicht hierher gekommen, um zu ſtreiten, oder anzuklagen, oder zu verlocken. Ich will nicht beachten, was in Euren Worten Höhnendes für mich liegen möge. Ich muß bekennen, daß Euer Einfluß in Gent bedeutend genug iſt, um es mir zur Pflicht zu machen, Eure Mitwirkung für das gemeine Beſte zu verlangen. Was auch die Urſachen dieſes Einfluſſes ſein mögen, welche Gefühle uns auch von einander entfernen: ich bin gezwungen, bei Euch eine Sendung auszuführen, welche die Gefahr des Vaterlandes mir auferlegt. Es wird Euch wahrſcheinlich wundern; denn ich komme, Euch vorzuſchlagen, mein Amtsgenoſſe zu werden, die Regie⸗ rung der Stadt mit mir zu theilen und als Rathsherr neben mir im Schöffenrathe zu ſitzen. Da ich wegen meiner Oberhauptmannſchaft faſt immer auf Reiſen

bin, ſ Euch l

G blick m ohne 3 denken

ſchaftli allmäl ſchaft es ein zweifele zwiſche dies zu des Vo lichen d antreib uns be die Me einande dergleie denn, dingun Urtheil freien Quelle