ir mit rüber
vortete habt!“ ſeine r und zdrucke
lange. Flan⸗ n, doch zefühle ch hier
dechant mmen,
ſchwieg ort, in
ll das ge; ſie ier des „ durch ich auf luß auf aterland ie Hand
Jakob von Artevelde. 87
reichen, ſo ſind die Unabhängigkeit und die Freiheit Flan⸗ derns unrettbar verloren. Es iſt ein trauriges Schau⸗ ſpiel, das wir unſerer Vaterſtadt geben. Verlangt Ihr, daß Frankreich uns wieder erdrücke durch ſeinen Einfluß? Nein!— Fordert Ihr, daß wir das Bündniß mit Eng⸗ land aufgeben und dem Gewerbfleiß auf unſerem Boden den Todesſtoß verſetzen? Nein!— Wünſcht Ihr, daß unſer Graf zurückkehre als Werkzeug des Fremdlings, als Feldherr unſerer Feinde, als Sendling gegen unſere Freiheit und Rechte?“
„Der Graf? Was redet Ihr mir von dem Grafen?“ rief Denys ſpottend.„Wenn der jemals zurückkehrt, ſo geſchieht es gewiß nicht mit meinem Willen.“
„Unſere Anſichten mögen etwas von einander ab⸗ weichen,“ fuhr Artevelde fort;„in der Hauptſache will ich indeſſen, was Ihr wollt: Freiheit, Unabhängigkeit, Macht und Wohlfahrt für Flandern. Iſt es daher nicht durchaus thöricht, daß wir einander durch heimlichen Haß zu ſchwächen ſuchen und dem Volke das Vorbild des Zwieſpaltes geben? daß wir, zur großen Freude der Feinde unſeres Vaterlandes, Zeit und Kraft verſplittern mit nichtigen Zwiſtigkeiten, während das Ungewitter ſich über unſerem Haupte zuſammenzieht, ein Ungewitter, das uns eben ſowohl, wie die Urſache unſeres Streites vernichten muß?“
„Aha!“ rief Denys mit ſiegreichem Lachen,„das erwartete ich. So lange man glaubte, mich ungehindert verachten zu können, ließ man mich ſeitwärts; jetzt aber, da man ſieht, daß Vielen die Augen aufgehen und das


