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Jakob von Artevelde.
„Oberdechant, ich komme, Euch zu bitten, mir mit Geduld zuzuhören. Ihr könnt nachher frei urtheilen über das, was ich Euch vortragen will.“
„Nun, dieſe Umſchweife ſind überflüſſig,“ antwortete Denys barſch.„Laßt hören, was Ihr mir zu ſagen habt!“
Artevelde fühlte, daß die Röthe des Zornes ſeine Stirn bedeckte; doch unterdrückte er ſeinen Aerger und ſagte zu Denys, der ihn gleichſam mit einem Ausdrucke des Scherzes betrachtete:
„Oberdechant, wir kennen einander ſchon ſehr lange. Es gab ſelbſt eine Zeit, wo unſere Sehnſucht nach Flan⸗ derns Freiheit uns, wo nicht zu wahren Freunden, doch zu Kampfgenoſſen gemacht hat. Seitdem ſind Gefühle und Leidenſchaften zwiſchen uns getreten, die ich hier nicht unterſuchen will.“
„Ihr thut wohl daran,“ fiel ihm der Oberdechant in die Rede;„denn Ihr ſeid gewiß nicht gekommen, um mir Beichte abzulegen.“
Ein Schauer überlief Artevelde's Glieder. Er ſchwieg einen Augenblick und fuhr dann in einem Tone fort, in welchem ſich ſeine Ungeduld zeigte:
„Mher Denys, die Leliaerds heben überall das Haupt empor; ſie vervielfältigen ihre Anſchläge; ſie fachen in allen Gemeinen das verzehrende Feuer des Bürgerzwiſtes an. Frankreich bereitet ſich, um, durch unſern Zwieſpalt unterſtützt, ſich unwiderſtehlich auf Flandern zu ſtürzen. Wenn diejenigen, die Einfluß auf das Volk haben, wenn diejenigen, die das Vaterland lieben, in dieſem äußerſten Augenblicke ſich nicht die Hand
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