Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

altſam tehend ging. he auf; n und ich der

n ſchon r, daß es ver⸗ e gleich Wunſch zurück rblickte, ihn zur Geſin⸗ Ober⸗ 2. Sein e Blicke 3 Ober⸗ enys zu

d, ver⸗ m Zim⸗

nys bei t. Sein ei einem Ankunft.

Jakob von Artevelde. 85

Erſtaunt ließ er das Pergament, das er in der Hand hielt, zu Boden fallen, und rief unwillig:

„Gott! der Oberhauptmann hier!““

Bei dieſem Rufe ſprang Geeraert Denys plötzlich in die Höhe und ſah den Eintretenden wüthend an; aber der ruhige Blick, welchen Artevelde auf ihn richtete, und das edle, würdige Lächeln, mit dem er ihn begrüßte, üb⸗ ten einen unwiderſtehlichen Eindruck auf ihn. Nach der plötzlichen Veränderung ſeiner Geſichtszüge zu urtheilen, hätte man glauben können, daß Ehrerbietung und Be⸗ ſchämung ihn mit Schüchternheit erfüllten. Der Ober⸗ dechant wurde jedoch raſch wieder Herr ſeiner ſelbſt und gab ebenfalls ſeinem Geſichte einen gleichgültigen Aus⸗ druck, obwohl ſein Herz von der flammenden Leidenſchaft des Haſſes heftig klopfte.

„Es wundert Euch ſicher, mich hier zu ſehen, Mher Denys!“ ſprach Artevelde.„Was ich Euch zu ſagen habe, muß wichtig ſein, fürwahr! Ich wünſche, mit Euch allein zu ſein. Gönnt mir einige Augenblicke ungeſtörter Unterhaltung mit Euch.“

Der Oberdechant gab ſeinem Sohne ein Zeichen. Dieſer ſtand auf, um das Zimmer zu verlaſſen, richtete jedoch im Vorübergehen an Artevelde die Frage:

„Und Veerle?“

„Es geht ihr beſſer,“ antwortete Artevelde, ihm freundlich die Hand drückend.

Nachdem Lieven hinausgegangen war, ſagte der Oberhauptmann zu Mher Denys, während er ſich in einiger Entfernung von ihm niederſetzte: