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Jakob von Artevelde.
nicht in das einwilligt, was ich Euch vorſchlage, ſo wird es ſich von ſelbſt verwirklichen: Eure langen Reiſen durch Flandern haben Euch nicht geſtattet, der Aenderung der Gemüther in Gent zu folgen. Ich wiederhole es Euch: es muß geſchehen!“
Artevelde ging einige Male ſprachlos im Zimmer auf und nieder; dann ſetzte er ſich mit ruhigerer Miene zu dem Oberſchöffen und ſagte ernſt zu ihm:
„Aber, Ser Maes, Ihr habt vergeſſen, daß es noch ein Mittel giebt, dieſer Erniedrigung zu entgehen und vielleicht allem Zwiſte mit einem Male ein Ende zu ma⸗ chen. Ich ſcheine ein Hinderniß des Friedens geworden zu ſein; meine Feinde gewinnen an Kraft und Stärke; ich dagegen fühle mich niedergedrückt, zerſchmettert von der Laſt der Regierung; meine Seele dürſtet nach Ruhe und Einſamkeit: nun denn! als Freund, als Bruder bitte ich Euch, helft mir, mich von der Oeffentlichkeit zurück⸗ zuziehen; laßt mich die Aemter niederlegen, die das Volk mir anvertraute; gönnt mir und meiner Familie zum mindeſten einen geringen Theil meines Lebens.“
„Ihr heißt Jakob von Artevelde!“ antwortete der Oberſchöffe, den Kopf ſchüttelnd.„Die Unabhängigkeit, der Gewerbfleiß und die Volksfreiheit Flanderns liegen in dieſem Namen enthalten. Als Gott in ſeinem heiligen Willen unſere Befreiung ausſprach, nahm er Euer Leben, um die Säule von Flanderns Größe darauf zu bauen. Verlangt Ihr einen Theil Eures Lebens für Euch, for⸗
dert es zurück von Gott, der Euch die Beſtimmung eines Erlöſers und Märtyrers gab!“


