Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

„Ihr müßt es thun, Mher Jakob!“ ſagte Ser van Vaernewyck betrübt, aber mit feſter Ruhe.„ Euer Herz empört ſich mit Abſcheu gegen dieſe Handlung, aber Euer Edelmuth wird Euch an dieſer Verſöhnung eine andere Seite zeigen und Euch ſagen, daß es ſchön iſt, das er⸗ littene Unrecht zu vergeſſen und zu vergeben.“

Artevelde hob die Hand und wies mit bitterem La⸗ chen auf das Gemach, wo ſeine kranke Tochter ſchlief.

„Ich verſtehe Euch,“ antwortete der Oberſchöffen das Haupt wie beſiegt ſenkend.

„Nun denn!“ ſagte Artevelde,„ich werde thun, was Ihr von mir verlangt; ich werde es thun, wenn Ihr vor Gott erklären könnt, daß er keinen Antheil hatte an der greulichen Miſſethat.“

„Ich will mein Geſuch fahren laſſen, wenn Ihr vor Gott zu erklären wagt, daß er Theil daran genommen habe,“ antwortete Ser van Vaernewyck.

„In der That, ich weiß nichts!“ rief Artevelde ver⸗ zweifelt.„Aber das Gefühl, das mein Vaterherz erfüllt, die Flamme des Haſſes, die zum erſten Male in meinem Leben in meiner Bruſt entbrennt, ſollte das kein Licht⸗ ſtrahl von oben, keine Wahrheit ſein?“

„Es iſt möglich,“ ſagte der Oberſchöffe,„daß Mher Denys durch ſeine Aufhetzungen die Haupturſache der Anſchläge iſt, welche gegen Euch gerichtet werden; doch glaube ich nicht, daß er geradezu Theil an ſolcher ſchnö⸗ den Miſſethat habe nehmen können. Deshalb, Freund Jakob, wie wir uns auch gegen die Nothwendigkeit ſtem⸗ men, es giebt kein Mittel, ihr zu entgehen. Wenn Ihr

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