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Jakob von Artevelde. 25 ich nicht gut angehen kann. Vielleicht iſt ſie nachge⸗ macht?“
„Vielleicht? Betrachte doch einmal genau dieſe Buch⸗ ſtaben! So ſchreibt der Oberhauptmann doch nicht!“
„In der That!“ ſagte Lieven;„die Schrift iſt falſch; jetzt bin ich ganz davon überzeugt. Das Siegel ſelbſt iſt nicht geſtempelt; es iſt mit der Hand nachgemacht.“
„Lies doch einmal den Inhalt, Lieven!“
Der junge Denys las die Schrift durch und ſagte dann verwundert:
„Ein Befehl von Mher Artevelde, der Dich augen⸗ blicklich nach Veurne ruft, und Dich erſucht, Deine Ab⸗ reiſe durchaus geheim zu halten. Was mag darunter verborgen liegen?“
„Ach! immer daſſelbe, Lieven: Hinterliſt und Bos⸗ heit. Ich bilde mir ein, daß man mir unterwegs irgend⸗ wo einen Hinterhalt gelegt hat, um mich zu uberfallen und zu ermorden, wenn es möglich iſt. Es iſt die Rech⸗ nung von dem misglückten Aufruhr, die man mir auf ſolche Weiſe ausgleichen will. Siehſt Du! heute Nach⸗ mittag läßt man mir dieſen Befehl zukommen, damit ich in der Nacht reiſen muß, und man verlangt, daß ich die Reiſe geheim halte, damit Niemand vermuthe, daß mich Genter überfallen.“
„Du wirſt doch nicht nach Veurne gehen?“ fragte Lieven.
„Das heißt,“ lachte Ghelnoot,„ich bin ſeit einer halben Stunde damit beſchäftigt, ein Mittel auszudenken, um ſelbſt die Woͤlfe zu fangen. Es iſt indeſſen ein Bis⸗ chen weit. Ich bin jetzt auf dem Wege, um mit Mher


