Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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24 Jakob von Artevelde.

würde meinen Vater haſſen und von Gott ſelbſt als ein unmenſchliches Geſchöpf verflucht werden!....

Nun! ſagte Denys mit ſiegreicher Kälte;gehe aus dem Hauſe und beruhige Deine Sinne. Ich will Dich nicht daran hindern, da ich ſehr wohl weiß, daß Du binnen weniger Zeit ſelbſt bekennen wirſt, Mher Ghel⸗ noot und Veerle betrügen Dich ſchändlich.....

Ehe dieſe Worte geſprochen waren, hatte Lieven be⸗ reits das Haus verlaſſen.

Er irrte eine Zeit lang wie ein Verjagter durch die Straßen, bis er endlich, ohne es zu wiſſen, bei den Waſſermühlen ſtand, und dort, mit den Armen auf den Steinen ruhend, bewußtlos in die brauſende Fluth hin⸗ abſtarrte.

Gleichſam von einem geiſtigen Schlafe befangen, blieb er hier ungefähr eine halbe Stunde in die Betrach⸗ tung ſeines traurigen Schickſals verſunken, bis ſeine gei⸗ ſtige Abſpannung ihn wieder in die trübe Wirklichkeit zurückführte. Er verließ nun die Niederſchelde und ging die Brabantſtraße hinauf.

Bei dem Steen von Papeghem begegnete er Mher Ghelnoot van Lens, der auf ihn zuging und ihn ge⸗ heimnißvoll bei Seite führte. Er ſteckte die Hand in die Taſche, zog ein Pergament aus derſelben, zeigte es dem Jünglinge und fragte ihn:

Beſieh' Dir dieſe Schrift einmal genau! Erkennſt Du ſie?

Es ſcheint mir die Hand des Oberhauptmanns!

7,

entgegnete Lieven;doch iſt etwas Fremdes darin, das

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