Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14 Jakob von Artevelde.

gehen ein ſüßes Lächeln auf ihren Lippen zu über⸗ raſchen.

An einem Nachmittage, als Lieven gerade im Be⸗ griff war, das Haus zu verlaſſen und nach ſeiner Ge⸗ wohnheit längs der Niederſchelde ſpazieren zu gehen und zu träumen, ward die Vorderthür gewaltſam aufgeriſſen, und ſein Vater erſchien in dem Gemache mit dem Aus⸗ drucke äußerſter Wuth auf ſeinem Antlitz. Er ſchloß beide Thüren, ging mit glühenden Augen auf Lieven zu, drohte ihm mit der Fauſt und ſagte:

So iſt es alſo wahr, daß ich eine Schlange in mei⸗ nem Buſen erwärmt habe! Von meinem eigenen Sohne muß ich den Todesſtoß bekommen! Vertrocknet das Feuer des Aergers mein Blut, öffnet ſich ein Grab zu meinen Füßen, Du, Du mußt es ſein, der dieſe Flamme in meinem Buſen anzündete, der dies Grab öffnete. Aber Dich kann meine Rache wenigſtens zerſchmetternd treffen....... Auf dem Sterbebette ſelbſt ſoll mein Mund noch Kraft genug behalten, um einen entarteten Sohn zu verfluchen..... 4

Lieven ſprang erſchreckt vom Stuhle auf und trat zitternd zurück. Das verzerrte Antlitz ſeines Vaters er⸗ füllte ihn mit nicht geringerem Schauder, als die ſchreck⸗ liche Drohung, die wie ein Donnerſchlag ihm in das Ohr drang. Flehend hob er die Hände auf und ſprach:

O, Vater! man hat Dich betrogen! Wahrlich, ich that nie Etwas, das Deinen Zorn rechtfertigt. Gnade, Gnade! höre mich, ehe Du fortfährſt!

71 get an d auf den

iſt ſe Rech geſa hobe ihn tung

mich ich v⸗ daß recht würf iſt un ihm: len ſe Dich

gen!

zu S

7

ihm