Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Rede.

aſſen. Stuhl h ein⸗

eſchrei sſteen

Ker⸗ Pieter kamen en ihn ellerlei

was

r eine konnte

t lau⸗ re Le Jakob, 11⸗

Ghel⸗ ecktem lieben haupt⸗ en ge

Jakob von Artevelde. 115

hört hatten, war es, als ob ſie von einem gewaltigen Schlage erwachten. Veerle und ihre Mutter ſtießen die Schöffen von Artevelde weg, fielen ihm um den Hals und blieben dort hängen, wie von Freude gelähmt und vor Rührung ohnmächtig. Lieven ſtand neben dem Ober⸗ hauptmanne und weinte in der Stille Thränen der Liebe und des Glückes. Ghelnoot ward faſt wahnſinnig vor Freude; er lief jubelnd im Gemache umher und über⸗ täubte jedes andere Geräuſch durch ſein gewaltiges Ju⸗ belgeſchrei.

Während die Schöffen die Blicke von Artevelde und ſeiner Familie abwendeten, um ihre Rührung zu ver⸗ bergen, hörte man plötzlich Hunderte von Stimmen vor der Thür des Kerkers ſchreien. Das Volk hatte die Wache von dem Steen weggedrängt und war wie eine gewaltige Fluth in das Gefängniß hineingeſtrömt, un⸗ aufhörlich rufend:

Mher Jakob, unſern Oberhauptmann, müſſen wir haben! Heil, Heil Artevelde! Mher Jakob! Mher Jakob!

Endlich zwang ein Haufen Zunftgenoſſen den Ker⸗ kermeiſter, ihnen die Thür des Gefängniſſes zu öffnen, und eine Wolke von Männern, Lieven Comyne an der Spitze, drang wie wahnſinnig hinein und kam jauchzend in das Gemach. Weder Befehlen noch Bitten half bei dieſen Geſellen; ſie ſollten und müßten den Ober hauptmann haben, ſagten ſie; ſie hätten auf der Straße geſchworen, daß ſie ihn mitbringen wollten. Wie Arte⸗ velde ſich auch entſchuldigte und bat, er mußte zuletzt dem frohen Andringen des Volkes nachgeben und ward