Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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112 Jakob von Artevelde.

Niemals! wiederholte Artevelde, als ein ſtilles, doch unwiderrufliches Urtheil.

Ghelnoot rannte wie verzweifelt umher und wand krampfhaft die Arme.

Gott, Gott! ſchrie er, ging dann plötllich bleich und zitternd auf den Oberhauptmann zu, zog ihn in einen fernen Winkel des Kerkers und ſprach dann mit gedämpfter Stimme:

Ach! Ihr wollt das Wort nicht geben, und wenn Eure Gattin, Eure Tochter, Euer Sohn Philipp allein auf Erden zurückbleiben ſollten? Wenn heute noch ein Grab ſich öffnen müßte zwiſchen Euch und Eurer un⸗ glücklichen Familie? Wenn Euer Blut noch heute auf die Straße ſpritzen müßte?

Der Oberhauptmann legte die Hand auf Ghelnoot's Mund und flüſterte ihm erſchreckt in das Ohr:

Schweigt, ſchweigt, daß man Euch nicht hört! Ach! was habt Ihr geſagt!

Man will Euer Haupt! Ein Schaffot! Der Hen⸗ ker!.... Nun denn, man muß wählen zwiſchen ſchlech⸗ tem Blute und edlem Blute!....

Ich kann es nicht glauben.

Es iſt ſo, ſage ich Euch.

Gottes Wille geſchehe! Mein Blut ſoll fließen, wenn es verlangt wird. 3

Unerbittlich! Wehe, wehe! ſchrie Ghelnoot, wäh⸗ rend er in eine Ecke lief und dort ſich wie raſend die Haare ausraufte.

Frau Artevelde, Veerle und Lieven zitterten vor

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