Jakob von Artevelde. 109 bank durch rige Macht
nicht ſein!
dem Gedanken, daß ich bis zum letzten Augenblicke ge⸗ than habe, was Flandern von einem Vläminger fordern kann: leben in der Ueberzeugung, daß ich keine Schuld habe an dem Falle meines Geſchlechtes, und handelte, wie ich konnte und mußte. Aber wenn mir die Schöffen⸗ bank mein Schwert zurückgiebt und auf's Neue meine das allge⸗ Hülfe verlangt, um die Gefahr abzuwenden, die uns be⸗ eitig macht droht....2 Ich werde das Kreuz auf mich nehmen, nderen, zu ſtreben und leiden; aber auch die ſchnöden Bemühungen
m Gefuͤhle
Volksliebe des Feindes vereiteln, Flandern retten und meine Brü⸗ „für Dich der vor Hungersnoth und Sklaverei ſchützen. Die Ver⸗ . leumdung möge mich verfolgen, das Volk möge mich die Worte haffen.... das macht nichts; über dem Volke, welches Kuß auf entſteht, ſich ändert, aufſteigt und vergeht, erhebt ſich der myne und Boden des Vaterlandes— der Grund, der die Gebeine unſerer Väter neben den Gebeinen unſerer Söhne um⸗ nd Chrge⸗ faſſen ſoll,— das Vaterland, das allein ewig bleibt. dem Him⸗ Nein, nein, Katelyne! gehört Muth dazu, Anſehen und 1 ſchwarze Macht niederzulegen, ſo iſt es auch Feigheit, ſeiner Be⸗ er theures ſtimmung zu entfliehen, wenn dieſe uns ſchwere Pflich⸗ igt ſehen; ten auferlegt. Niemals, niemals ſoll man ſagen, daß ne Brüder Jakob von Artevelde zurückſchritt auf ſeiner Bahn, daß Völker die er ſich weigerte, das Schwert zu führen gegen Flan⸗ hahren der derns Feinde, weil Schmach und Verleumdung ſein Lohn nd zu zer⸗ wurden.— Mein Lohn! er iſt hier in meinem Herzen, ur Unthä⸗ in meinem Gewiſſen,— die Stimme Gottes, die allein ſo werde auf Erden mich richten und verurtheilen kann.“ as Schick⸗ Bei dieſen letzten Worten ſchlug Artevelde kräftig an
finden in ſeine Bruſt; ſeine Augen glühten von edlem Stolze; es


