——
108
gen Plan ausführen, ſelbſt wenn die Schöffenbank durch ein gerechtes Urtheil Dich in Deine ganze vorige Macht wieder einſetzte.— Wie ſchön würde es dann nicht ſein! Wir würden in Flandern wohnen bleiben.“ „Unmöglich!“ ſeufzte Artevelde mit einem Gefuhle der Trauer. „Aber was bindet Dich denn ſo feſt an das allge⸗
Jakob von Artevelde.
meine Weſen? Wenn man Dir Dein Amt ſtreitig macht
und Dich verleumdet, ſo überlaſſe es einem Anderen, zu ſchmecken, was es heißt, aus dem Kelche der Volksliebe zu trinken. Lebe nun auch ein wenig für uns, für Dich ſelbſt.“
Artevelde ſtand auf, wie wenn er ſich durch die Worte ſeiner Frau verletzt fühlte, drückte noch einen Kuß auf die Lippen ſeines Kindes, übergab es Jaquemyne und ſagte dann mit Lebhaftigkeit:
„Was mich bindet, Katelyne? Pflicht und Ehrge⸗ fühl! Liebe zu meinem Vaterlande! Ach! an dem Him⸗ mel des häuslichen Lebens würde doch eine ſchwarze Wolke mich immer verfolgen. Ich würde unſer theures Flandern Frankreich überliefert und erniedrigt ſehen; ſehen, wie die Hungersnoth von Neuem meine Brüder wegrafft und der ewige Feind der deutſchen Völker die Klaue öffnet, um endlich nach dreihundert Jahren der Liſt und des Betruges ſeine Beute zu packen und zu zer⸗ reißen!— Verdammt die Schöffenbank mich zur Unthä⸗ thigkeit, verbannt man mich an andere Orte, ſo werde ich fortziehen und in der Seele trauern über das Schick⸗ ſal unſerer Heimath; doch zugleich auch Troſt finden in
dem Gede than habe kann: lel habe an wie ich ko bank meit Hülfe ver droht... ſtreben un des Feind der vor H leumdung haſſen... entſteht, ſt Boden der unſerer T faſſen ſoll Nein, neir Macht nier ſtimmung ten auferle Jakob von er ſich we derns Fein wurden.— in meinem auf Erden Bei di ſeine Bruſt


