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Jakob von Artevelde.
„Fürchtet Euch nicht! Nach meiner Verurtheilung, wenn es wahr iſt, daß das Schickſal mich in die Ver⸗ bannung verweiſt, wird Mher Denys geringere Schwie⸗ rigkeiten machen, in Eure Ehe zu willigen, meine Kin⸗ der. Viele Wünſche, die bis jetzt unerfüllt bleiben muß⸗ ten und die Urſache waren von großem Aerger, vielleicht von Haß, müſſen nun durch meinen Wegzug befriedigt werden. Ich weiß auf jeden Fall ein Mittel, durch Da⸗ zwiſchenkunft des Herzogs von Brabant alle Schwierig⸗ keiten aus dem Wege zu räumen. Es iſt mein Geheim⸗ niß; doch bitte ich Euch, habt guten Muth. Es wird ſein, wie Du ſagſt, Veerle; wir werden allzumal glück⸗ lich ſein und auf dem Gute leben.“
Die beiden Liebenden ſahen einander eine Zeit lang ſchweigend in die Augen und begannen dann mit faſt un⸗ hörbarer Stimme über das verſprochene Glück zu reden.
Mittlerweile war Frau Artevelde in tiefes Nachden⸗ ken verſunken; ſie ſchien mit Freuden ihrem Söhnchen zuzuſehen, das die Wangen und das Haar ſeines Vaters ſtreichelte und einige Worte lallte, welche nur ſie allein verſtand. Aber ihre Aufmerkſamkeit war abgelenkt durch eine ernſthafte Ueberlegung, aus der ſie erſt erwachte, als ihr Gatte ſie fragte:
„Und Du, Katelyne, ſagſt Du nichts über meinen goldenen Traum?“
„Ich habe reiflich darüber nachgedacht, Jakob,“ ant⸗ wortete Frau Artevelde mit ernſthaftem Antlitz;„aber mir däucht, daß wir wohl thun würden, von nun an unwiderruflich zu beſchließen, daß wir Deinen glückſeli⸗


