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Jakob von Artevelde.
Intriguen; er arbeitet raſtlos, wie ein Sklave, der zu ewiger Thätigkeit verdammt iſt; niemals iſt es ihm ver⸗ gönnt, einen Augenblick für ſich ſelbſt oder die Seinigen zu leben; und zum Lohne ſchändet man ſeinen Namen und verleumdet Alles, was ihm theuer iſt— ſelbſt Dich, meine gute, unſchuldige Veerle! Iſt dieſes Loos denn ſo ſchön, daß man klagen ſollte, wenn man hoffen kann, es werde ſich ändern?“
„Aber die Schande, Vater!“ rief Veerle ſchmerzlich; „die Schande der Verbannung!“
„Schande, mein Kind?“ ſagte Artevelde lächelnd. „Was iſt Schande oder Beſchämung? Es iſt das Ge⸗ fühl, daß man ſchuldig iſt; das Gefühl, daß man den Haß oder die Verachtung ſeiner Brüder verdient. Kann ſolches Gefühl uns treffen? Wir, die wir wiſſen, daß Liebe, Recht und Pflicht die einzigen Sterne ſind, welche uns auf unſerer Bahn vorleuchteten! Ach! wenn Du nichts Anderes fürchteſt, Kind, ſo laß alle Betrübniß fahren. Schande und Beſchämung werden nie das Herz Deines Vaters erſchrecken.“
„Gent verlaſſen! auf fremder Erde leben! Das iſt doch ein zu grauſamer Lohn für ſolche Arbeit und Auf⸗ opferung!“ ſeufzte Frau Artevelde bitterlich.
„In Wahrheit!“ ſagte Artevelde,„es iſt ſchmerz⸗ lich, ſeinem Vaterlande Lebewohl ſagen zu müſſen, wenn man es liebt, wie wir es lieben. Aber man kann das Lebensglück aus mehr als einem Brunnen ſchöpfen, wenn man ſich geduldig beugt vor Gottes Willen. In dieſem Augenblicke iſt man damit beſchäftigt, über mein Schhick⸗
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