und ſagte
Lönigin zu hen! Das die Reihe. ther Jakob dalb Flan⸗ Fure bleiche l und viel
Dolch er⸗ ſtoßen ha⸗ Arme und daß er die den Zunft⸗
eſe Frauen. ß Ihr auf Schmerze nicht ver⸗ velche mich es Genters
endes Kind s nun, daß der Schaam te, wie feig aiben Lieven ge ſchieben.
Jakob von Artevelde. 99
Aber der Trunkenbold fuhr fort zu ſpotten und brachte die Meiſten durch ſeine Reden zum Lachen. Es wäre Lieven unmöglich geweſen, länger ſeiner glühenden Rach⸗ ſucht Widerſtand zu leiſten, hätte ihm nicht Frau Arte⸗ velde bemerklich gemacht, daß er ſie unter dieſen Spöt⸗ tern mit ihrem Kinde und der kranken Veerle nicht ver⸗ laſſen dürfe, um einen Streit zu beginnen, bei dem er doch den Kürzeren ziehen würde. Die flehende Bitte ſei⸗ ner Geliebten, welche ihn weinend ermahnte, ruhig zu bleiben, hielt ihn ebenfalls zurück und ließ ihn endlich, zähneknirſchend und im Innerſten auf das Heftigſte em⸗ pört, das Haupt beugen, wie Jemand, der ſich durch eine unüberwindliche Nothwendigkeit zerſchmettert fühlt.
Die unangenehme Lage, in welcher ſich Artevelde's unglückliche Familie befand, währte bereits einige Augen⸗ blicke, als ploͤtzlich ein anderer Haufen Zunftgenoſſen aus der St. Jansſtraße kam undſich neugierig den Leliaerds näherte. Kaum hatten ſie vernommen, was ſich hier zu⸗ trug, ſo ſprang auch ſchon ein kräftiger Geſelle vor und fragte Lieven, während er wie raſend ſeine Blicke auf den Zuſchauern umherirren ließ:
„Was? Was iſt das? Wagt der verlaufene Walk⸗ müller Frau Artevelde zu höhnen?“
„Ach! Freund Comyne!“ ſeufzte Lieven,„erlöſt uns doch von dieſen böſen Spöttern; ſie fügen der Fa⸗ milie des Oberhauptmanns blutige Schmach zu.“
„Nun, geht nur fort von hier!“ antwortete Comyne eilig.„Ich will einigen dieſer Schelme den Hals brechen, und das iſt Einer davon.“
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