Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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gelaſſen

deſſen Mutter, n hatte. auer in Veer⸗ nthüm⸗ vohl ſie barg, ſo en ſicht⸗ Neugier diejeni⸗ blendete, die noch pracht⸗ wurde. Schmerze gſt nie⸗ welche

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Jakob von Artevelde. 97

tröſten, ihr ruhiges Antlitz ließ nicht die geringſte Er⸗ ſchütterung blicken, und ſie benahm ſich, als ob Alles, was da geſchah, ſie allein nichts angehe. Nur von Zeit zu Zeit warf ſie einen kummervollen Blick auf Jaque⸗ myne, die ihr mit dem Kinde folgte.

Lieven ſprach unterweges Veerlen ſtille tröͤſtende Worte zu und ſuchte ihr die Hoffnung auf einen uner⸗ warteten Ausgang einzuflößen. Mittlerweile achtete er genau darauf, diejenigen Volkshaufen zu vermeiden, in welchen er an einigen Zeichen Feinde des Oberhaupt⸗ manns vermuthete, und ſo die Frauen davor zu ſchützen, beleidigende oder entmuthigende Worte hören zu müſſen.

Er gab ſich ſchon der Hoffnung hin, daß ſeine Furcht ungegründet ſei, obwohl hier und da ein boshaftes Lä⸗ cheln der Gattin des Oberhauptmanns von fern zuge⸗ ſandt wurde. Die meiſten Bürger öffneten jedoch ihre Reihen vor ihr und verbeugten ſich mit Beweiſen der Ehrerbietung bei ihrem Durchgange.

In der Nähe der Wohnung des Ser van Steenbeeke in der Oberſcheldeſtraße ſtand ein Haufen Zunftgenoſſen, welche ohne Zweifel zu denjenigen gehörten, die durch das Geld der Leliaerds erkauft waren; denn kaum hat⸗ ten ſie Artevelde's Familie bemerkt, ſo ſchrieen ſie mit aller Macht:

Fort mit dem Oberhauptmanne! Fort mit dem Tyrannen! Er muß verbannt werden, der Landes⸗ verräther!

Sich damit nicht begnügend, ſtellten ſie ſich vor Frau Artevelde, als ob ſie ihr den Weg abſchneiden wollten.

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